Schlafapnoe – gefährliche Atemaussetzer im Schlaf

Bei der Schlafapnoe handelt es sich um eine Erkrankung, bei dem die betroffene Person unter Atemaussetzer im Schlaf leidet. Dieses Syndrom zählt, wie auch das typische Schnarchen, zu den schlafbezogenen Atmungsstörungen. Ein Hinweis auf diese Erkrankung ist jedoch nicht nur das typische Schnarchen. Es ist wesentlich lauter und, im Gegensatz zum normalen und ungefährlichen Schnarchen, unregelmäßig. Vor allem Männer, die an Übergewicht leiden und ein paar mehr Kilos auf den Rippen haben, neigen zur Schlafapnoe. Aber aufgepasst, diese Krankheit ist nicht ungefährlich und sollte daher auf einen Fall unterschätzt werden.

Beim Schnarchen handelt es sich um ein Problem, unter dem viele Menschen leiden und das Nacht für Nacht. Des Weiteren ist es keine Seltenheit, dass das Schnarchen im Alter zunimmt und mehr wird, sodass Statistiken zeigen, dass mittlerweile jeder zweite Mensch diese nächtlichen Schnarchgeräusche produziert und es schon längst kein seltenes Problem mehr ist. Dabei kommt es allerdings nicht immer zu einem Atemstillstand.

Schlafapnoe

Die Beschreibung

Bei der Schlafapnoe handel es sich um schlafbezogene Atmungsstörungen, bei denen es in der Regel NUR im Schlaf zu den gefährlichen Atemaussetzern kommt. Der Begriff stammt aus dem Griechischen „A-Pnoe“ und bedeutet übersetzt so viel wie „Ohne Atem“. Die Schlafapnoe stört den Schlaf der Personen und reicht soweit, dass die betroffene Person am Morgen nicht vernünftig ausgeruht ist. Das gilt jedoch nicht nur für den Schnarcher, sondern auch für den Bettnachbar, der unter den lauten Schnarchgeräuschen keinen ruhigen Schlaf findet. Gefährlich ist diese Krankheit aus dem Grund, weil kurze Atemaussetzer ebenfalls zu länger andauernden Atemstillständen führen können. Bis heute gibt es keine exakten Zahlen darüber, wie viele Menschen wirklich an der Krankheit leiden, denn nicht jede Person, die schnarcht, geht direkt zum Arzt, um sich auf dieses Syndrom untersuchen zu lassen. Schätzungen gehen jedoch davon aus, dass mittlerweile rund zwei bis vier Prozent aller Menschen zwischen einem Alter von 30 – 60 Jahren betroffen sind. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass die Häufigkeit der Krankheit vor allem bei älteren Menschen zu sehen ist, im Alter also zunimmt. Doch nicht nur Menschen in einem höheren Alter sind häufiger betroffen. Auch Übergewicht ist ein starker Auslöser, sodass mehr als 80 Prozent der Menschen, die die Schlafapnoe Syndrom haben, zu dick sind.

Obstruktive Schlafapnoe

Bei der Obstruktiven Schlafapnoe handelt es sich um die häufigste Form dieser Krankheit. Hierbei erschlaffen die Muskeln des weichen Gaumens während des Schlafens. Dieser befindet sich hinter dem Gaumenzäpfchen. Zusätzlich fällt die Zunge zurück. Das führt dazu, dass sich die Luftwege teilweise oder sogar vollkomme verschließen, was dazu führt, dass die Atmung eingeschränkt ist und die typischen Rasselgeräusche, welche als Schnarchen bezeichnet werden, entstehen. Viel wichtiger ist jedoch, dass die betroffene Person nur noch wenig oder im schlimmsten Fall sogar keine Luft mehr bekommt.

Schlafapnoe

Die ausbleibende Atmung führt dazu, dass der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt und eine Mangelversorgung vom Gewebe entsteht. Der Körper reagiert darauf mit einer „Weckreaktion“, bei der abrupt der Atemmuskel von Zwerchfell und Brustkorb aktiviert wird. Des Weiteren erhöht das Herz seine Leistung und der Blutdruck erhöht sich. Oft wacht der Schlafende dabei kurz auf, was natürlich den Schlaf unterbricht und die betroffenen Menschen weniger schlafen als andere, sodass sie am Morgen, wie bereits erwähnt, nicht ausreichend erholt sind. Die Erinnerung an diese Aufwachmomente ist jedoch meistens nicht vorhanden. Die einzelnen Aussetzer können bis zu 100-mal jede Nacht eintreten und haben dabei eine Dauer von zehn Sekunden bis zwei Minuten.

Die zentrale Schlafapnoe

Hierbei handelt es sich ebenfalls um Atemaussetzer, von denen in der Regel ältere Menschen betroffen sind. Daran schuld trägt eine Fehlfunktion im zentralen Nervensystem der betroffenen Personen, bei der zwar die oberen Atemwege geöffnet bleiben, die Atemmuskeln von dem Zwerchfell sowie der Brust sich allerdings nicht genug bewegen. Im Gegensatz zur Obstruktive Schlafapnoe ist die zentrale Schlafapnoe nicht gefährlich, sodass diese auch nicht behandelt werden muss. Das jedoch nur solange, solange dieses Syndrom nicht in Kombination mit einer Herzschwäche oder Nervenstörungen auftritt, denn in diesen Fällen muss dringend ein Arzt aufgesucht werden.